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Peter Bruns hat das Projekt "Haydn hinter Gittern" ins Leben gerufen.
Über die Intentionen können Sie sich in der Projektbeschreibung (siehe unten) informieren.
Das Eröffnungskonzert mit Peter Bruns und dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig fand am 31. Januar 2007 in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit statt.
Die Reaktionen der Häftlinge waren überwältigend (siehe: Brief eines Häftlings). Es musste dementsprechend eine Zugabe gespielt werden (Abendlied von Schumann).
DeutschlandRadio Kultur hatte das Konzert in der JVA Moabit aufgenommen und eine sehr interessante Sendung darüber gebracht, die neben den Initiatoren auch die Häftlinge und die Gefängnisleitung zu Wort kommen ließ.
All diese Informationen können Sie hier herunterladen:
Tobias Teumer Kulturmanagement
tel. mobile: +49 (0) 160 931 899 22
e-mail:
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Prof. Peter Bruns – Inhaber des Lehrstuhls für Violoncello in Leipzig – spielt ein Carlo-Tononi-Cello aus dem Jahre 1730, auf dem Pablo Casals schon gespielt hat.
Peter Bruns hat sich Pablo Casals in ganz besonderer Weise verpflichtet. Nicht nur, weil Casals der Jahrhundert-Cellist war, der das Cello-Spiel von Grund auf revolutioniert hat. Pablo Casals war mehr als ein Künstler. Er hat mit der Gründung seines Orquestra Pau Casals seinen Traum verwirklicht, Musik in höchster Qualität auch Menschen nahe zu bringen, die nicht aufgrund ihrer Herkunft den Vorzug hatten, mit klassischer Musik in Berührung zu kommen.
Dieser Tradition fühlt sich Peter Bruns besonders verpflichtet. Wie Casals möchte er den Menschen klassische Musik in höchster Aufführungsqualität an den Brennpunkten des Lebens darbieten, wo sie ohne soziale Barrieren wirken kann.
Neben der künstlerischen Qualität spielen die Aufführungsorte eine entscheidende Rolle, um die klassische Musik aus ihren Gefängnissen zu befreien.
Pablo Casals setzte auf die starke Wirkung der klassischen Musik. Sie fördert nicht nur die mentale, sondern besonders die emotionale Entwicklung, die Konzentration auf das Wesentliche und eine positive, differenzierte Erlebnisfähigkeit.
Das Credo von Peter Bruns lautet:
Wie im „Orquesta Pau Casals“, wie in den Kirchen der Barockzeit muss klassische Musik wieder verständliches Allgemeingut werden und direkt wirken können.
Nur intensives, leidenschaftliches Musizieren auf höchstem Niveau an offenen, aber der Konzentration dienenden Orten kann den Reichtum und die Wirkung klassischer Musik adäquat für alle Menschen vermitteln und Baustein für die Entwicklung einer humanen Gesellschaft sein.
So sind Konzerte an ungewöhnlichen Orten geplant, zum Beispiel vor Obdachlosen, in Strafvollzugsanstalten und an Treffpunkten der Jugend.